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Neue Studie: Datenschutz bei Jugendlichen ist eine Geldfrage

Neue Studie: Datenschutz bei Jugendlichen ist eine Geldfrage

Eine aktuelle Studie, die durch das Institut der deutschen Wirtschaft veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass Jugendliche durchaus ein Verständnis für Datenschutz und für die Probleme haben, die eine freigiebige Veröffentlichung personenbezogener Daten mit sich bringt. Der Haken ist, wie so oft, das Geld.

Die Gruppe der Befragten

Für die Studie wurden 3000 Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren befragt. Die Personen, die dieser Altersgruppe angehören, werden oft als „Digital Natives“ bezeichnet. Diese Gruppe ist mit der Digitalisierung aufgewachsen und die Nutzung von Social Media, dem Internet und Messenger ist für sie alltäglich. Gefragt wurden Mädchen und Jungen, die verschiedene Schulformen besuchen. Mit 40% stellt die Gruppe der 17-jährigen die größte Gruppe der Befragten dar. Die Jugendlichen wurden über ihre Nutzung gängiger Online-Dienste aus den Bereichen:

  • Kommunikation,
  • Soziales Netzwerk und
  • Medienplattformen befragt.

Danach sollte bewertet werden, ob die Online-Dienste personenbezogene Daten speichern und weiterverwerten.

Kritisches Bewusstsein für Datenschutz vorhanden

Mit 67% sieht eine Mehrheit der befragten Jugendlichen die Verarbeitung ihrer Daten bei der Nutzung von Online-Diensten als kritisch an. Dass z.B. WhatsApp die Daten der Nutzer speichert und verwendet, wird als störend empfunden. Drei-Viertel der Befragten ist generell dagegen, dass ihre personenbezogenen Daten von den Online-Diensten gespeichert und an Dritte weitergegeben werden.

Interessant ist, dass die Studie zeigt, dass es zwischen bestimmten Gruppen unterschiedliche Ansichten zum Datenschutz gibt. So haben Mädchen ein größeres Problembewusstsein was den Datenschutz angeht als Jungs. Auch zwischen den Jugendlichen, die verschiedene Schulformen besuchen, herrschen andere Ansichten. So sind Schüler eines Gymnasiums gegenüber dem Thema Datenschutz kritischer, als Jugendliche die eine Schulform mit niedrigeren Abschlüssen besuchen. Signifikante Unterschiede zwischen den Aussagen der volljährigen Schüler und Minderjährigen kamen nicht zu Tage.

Phänomen des Privacy Paradox

Die Studie zeigt auch auf, dass die Befragten ein konträres Verhältnis zum Datenschutz haben. Obwohl die Jugendlichen dem Datenschutz gegenüber aufgeschlossen gegenüberstehen, sich interessieren und sogar die Datenschutzprobleme je nach Online-Dienst differenzieren können, ist die Mehrheit nicht bereit auf Online-Dienste zu verzichten. Diese Diskrepanz wird darauf zurückgeführt, dass die Jugendlichen insbesondere Online-Dienste als Kommunikationstools schätzen und diese innerhalb der sozialen Strukturen genutzt werden. Dieses Verhalten wird als Privacy Paradox bezeichnet.

Eine Frage des Geldes

Nach der Studie hört das Verständnis für Datenschutz beim Geld auf. Obwohl es die meisten Jugendlichen stört, dass Online-Dienste ihre Daten speichern und nutzen, ist mehr als die Hälfte nicht dazu bereit Geld für einen Dienst auszugeben, der dies nicht tut. 16 Prozent der Jugendlichen waren zumindest noch bereit weniger als 5 € für einen Online-Dienst auszugeben, der ihre Daten nicht speichert oder weitergibt. Andererseits würden 3% bis zu 30 € für datenschutzfreundliche Onlinedienste ausgeben.

Obwohl die Jugendlichen nicht gewillt sind Geld für den Schutz ihrer Daten auszugeben, ist es positiv zu bewerten, dass sie die Notwendigkeit von Datenschutz erkennen und ihn nicht als unwichtig erachten.

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